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Birgit Gebhardt startete ihre Karriere bei der Volkswagen Group France, wo sie die Aufgabe erfüllte, die Kommunikationswege zwischen Wolfsburg und der französischen Tochter von Auftrag bis Auslieferung zu analysieren.


Mit dem aus zahlreichen Interviews gewonnenen Bild einer Konzernstruktur entschied sie sich zur Ausbildung ihres kreativen Talents und graduierte 1994 als Diplom-Ingenieurin (FH) an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur. Während und nach ihrem Studium arbeitete sie in renommierten Büros in Paris (im Planungsbüro bei Andrée Putman) und Tokio (im Architekturbüro Arata Isozaki & Associates).


Ihre Architektur- und Design-Erfahrungen mündete 1996 in ihre journalistische Tätigkeit als Redakteurin der Fachzeitschrift Design Report, wo sie im kleinen Team um Chefredakteur Klaus Thomas Edelmann die Verantwortung für mehrere Ressorts in print und online übernahm. Mit der Art Direktorin Christine Rampl konzipierte sie Fotoproduktionen, die im Jahre 2000 durch die Leadacademy mit dem ‚Lead Award’ Medienpreis honoriert wurden. Sie selektierte die publizierten Hochschulentwürfe und entwickelte 1999 die Idee zum Design Report Award, der seither hervorragende Entwürfe von Jungdesignern auf der Mailänder Möbelmesse auszeichnet.


Die Frage nach der gesellschaftlichen Akzeptanz des Neuen ließ sie 2001 zum Trendbüro wechseln, Deutschlands führendem Beratungsunternehmen für gesellschaftlichen Wandel.

Hier erlernte sie das Handwerkszeug der qualitativen Trendforschung zunächst an Projekten mit Schwerpunkt Lifestyle, Produkt- und Möbeldesign, sowie Architektur und Stadtentwicklung. In ihren sechs Jahren als Senior Consultant erweiterte sie Ihre Beratungskompetenz auf die Bereiche Branding, Retail, Service Design und Mobilität (z.B.: für Kunden wie Braun, stilwerk und Audi), später auch Gesundheit und Beauty sowie Food&Beverages (z.B.: für Bayer Healthcare, Boehringer-Ingelheim, Henkel und Symrise).


2004-06 leitete Birgit Gebhardt im Trendbüro die Co-Kuratierung der Ausstellung „ENTRYPARADISE“, die als visionärer Auftakt der „ENTRY2006“ erstmals die aktuellen Spitzentechnologien wie Nano- und Biowissenschaften mit Design verknüpfte. In der von OMA-Architects umgebauten Kohlenwäsche auf der Essener Zeche Zollverein erlebten 218.000 Besucher, dass Design auf der Nanoebene längst Einzug in unseren Alltag gefunden hat. Entsprechend des Konzeptentwurfs von Ausstellungsmacher Werner Lippert (Projects) und Prof. Peter Wippermann schlug Birgit Gebhardt Künstler, Designer und Wissenschaftler aus den Bereichen Rapid Prototyping, Robotik und Biotechnologie vor, begeisterte sie für das Projekt, arbeitete die Inhalte aus und betreute und vertextete 2.000 Quadratmeter Ausstellungsdesign zu den drei Szenarien „Visual Power“, „Robotic Living“ und „Next Nature“, über die man die anschließenden „ENTRY-2006“-Ausstellungsflächen von Sarah Fergusson, Vitra Design Museum und MomA betrat.


2007 übertrug Trendbüro-Gründer Prof. Peter Wippermann ihr die Geschäftsführung, die sie durch einen Gesellschafterwechsel hindurch bis April 2012 innehielt. Während dieser Zeit manifestierte sie Trendbüros Führungsanspruch an komplexen Beratungsprojekten und verantwortete ein Trend- und Wissensmanagement-Pilotprojekt zum vernetzten Arbeiten.


2009 nutzte Trendbüro als erste Trendforschungsagentur die Möglichkeit, Meinungsforschung im Internet über Social Media Monitoring zu betreiben und konnte damit ungestützte und authentische Standpunkte zu Marken oder Verhalten für Kunden analysieren. Begleitend zu Erkenntnissen aus unterschiedlichen Projekten für Ecco, Symrise, Unilever, Biolab und Boehringer-Ingelheim erstellte Trendbüro 2009 den Werte-Index, als deutsches Befindlichkeits-Barometer, den Peter Wippermann 2011 in Kooperation mit Trendbüro und TNS Infratest neu auflegen ließ.


Um Trendbüros Führungsanspruch zu manifestieren, entwickelte Birgit Gebhardt mit dem Team Think-Tank- und Trendmanagement-Prozesse, die sie in Pilotprojekten erprobten. So konnte z.B. mit dem Software-Entwickler Communardo ein Wissensmanagement co-konzipiert und installiert werden, das Elemente aus der Social-Media-Kommunikation via Microblogging in die Unternehmenskultur integriert. Die transparent kommunizierten Arbeitsschritte vernetzen bis heute 15 Standorte weltweit und führten zur Beauftragung der Trendstudie “New Work Order“, die Gebhardt noch gemeinsam mit dem Trendbüro-Team für den Verband der Büro- und Sitzmöbelhersteller (bso) bis Oktober 2012 zu Ende führt.


2010, nach einer Podiumsdiskussion zur „Zukunft des Miteinander“ im Körber-Forum, bei der Gebhardt u.a. mit der tags drauf zur Familienministerin berufenen Kristina Köhler (Schröder) diskutierte, wurde sie von der Edition Körber-Stiftung bauftragt, die Diskussionsreihe „Leben 2034“, frei in ein Buch zu überführen. Im Herbst 2011 erschien ihr Buch „2037 – Unser Alltag in der Zukunft“, das – zur Hälfte über Fakten (unterstützt durch die Trendbüro-Mitarbeiterinnen Josefine Sporer und Susanne Wittorf), zur Hälfte als Fiktion den deutschen Alltag in 25 Jahren beschreibt.


Zu Birgit Gebhardts selbstständiger Lese- und Vortragstätigkeit als Autorin oder auch Moderatorin zu Trend- und Zukunftsthemen kommen ab Oktober 2012 auch wieder strategische Beratungsprojekte unter eigenem Namen für bekannte und neue Kunden hinzu.